Warum wir eine KI-gestützte eCMR-Plattform für den Westbalkan und die EU gebaut haben — unsere Mission, unsere Vision und was dieser Blog Ihnen jede Woche bringt.
Heute ist ein wichtiger Tag für unser Team bei bitsEverywhere: Wir starten offiziell eFTI Connect — unsere KI-gestützte eCMR-Plattform für Güterverkehr und Logistik — zusammen mit dieser Website, die wir zu einer verlässlichen Wissensquelle rund um die Digitalisierung des Transports ausbauen wollen.
Wenn Sie Exporteur, Spediteur oder Frachtführer im Westbalkan oder in der EU sind, wurde diese Plattform für Sie gebaut. Und wenn Sie einfach wissen möchten, wohin sich die digitale Logistik entwickelt, ist auch dieser Blog für Sie.
Warum wir eFTI Connect gebaut haben
Wer im Straßengüterverkehr gearbeitet hat, kennt das Ritual: CMR-Frachtbriefe drucken, von Hand ausfüllen, Unterschriften einsammeln, Kopien faxen oder abfotografieren und Papierstapel archivieren, die trotzdem genau dann verschwinden, wenn man sie am dringendsten braucht.
Die Zahlen dahinter sind ernüchternd. Branchenstudien zeigen, dass die Bearbeitung eines Papier-CMR rund 23 Minuten pro Dokument dauert, ein elektronischer CMR dagegen etwa 9 Minuten. Die Kosten je Dokument sinken von rund 6,23 Euro auf Papier auf 1,69 Euro in digitaler Form — eine Reduktion von über 70 %. Multiplizieren Sie das mit Tausenden Sendungen pro Jahr, und die Rechnung stellt sich von selbst.
Doch beim Umstieg auf eCMR geht es nicht nur um Effizienz. Es geht darum, für das vorbereitet zu sein, was kommt. Die eFTI-Verordnung der EU (2020/1056) verpflichtet Behörden in der gesamten Union, Güterbeförderungsinformationen in elektronischer Form anzunehmen — verbindlich ab dem 9. Juli 2027. Unternehmen, die jetzt digitalisieren, überschreiten diese Schwelle gelassen; wer wartet, gerät in Hektik.
eFTI Connect ist unsere Antwort: eine cloudbasierte Plattform, mit der Sie elektronische Frachtbriefe in Minuten erstellen, teilen, signieren und archivieren — mit KI, die Dokumente automatisch vervollständigt, Fehler erkennt, bevor daraus Streitfälle werden, und sogar Daten aus eingescannten Papier-CMRs ausliest. Sie spricht zehn Sprachen der Region, folgt dem eCMR-Standard der Open Logistics Foundation und benötigt keine Installation. Ein QR-Code und die mobile Unterschrift des Fahrers ersetzen die Papierspur.
Unsere Mission
Digitale Frachtdokumentation einfach, bezahlbar und für jedes Transportunternehmen zugänglich zu machen — vom Ein-Lkw-Frachtführer bis zum internationalen Speditionsnetzwerk.
Digitalisierung in der Logistik war zu lange ein Privileg großer Unternehmen mit großen IT-Budgets. Wir sind überzeugt: Ein familiengeführter Frachtführer in Novi Sad, Skopje oder Sarajevo verdient dieselben digitalen Werkzeuge wie ein multinationaler Betreiber in Rotterdam. Deshalb ist eFTI Connect so gebaut, dass es ohne Schulungsunterlagen bedienbar ist, preislich keine Frage aufwirft und in den Sprachen vorliegt, die in unserer Region tatsächlich gesprochen werden.
Unsere Vision
Ein europäisches Transportökosystem, in dem Frachtinformationen so schnell unterwegs sind wie die Fracht selbst — grenzenlos, papierlos und vertrauenswürdig.
Wir sehen eine nahe Zukunft, in der ein Lkw auf dem Weg von Serbien nach Ungarn nicht wegen Dokumentenkontrollen wartet, weil die Kontrollstelle bereits geprüften digitalen Zugriff auf die Sendungsdaten hat. Eine Zukunft, in der niemand mehr fragt: „Wo ist der CMR?“ — weil die Antwort immer lautet: hier, einen Klick entfernt. Die eFTI-Verordnung macht diese Zukunft EU-weit unausweichlich. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass Unternehmen in unserer Region zu den Ersten gehören, die davon profitieren, und nicht zu den Letzten.
Was dieser Blog Ihnen bringt
Die Plattform ist nur die Hälfte dessen, was wir heute gestartet haben. Diese Website ist zugleich unser Versprechen, Wissen zu teilen. Jede Woche veröffentlichen wir einen neuen Beitrag mit Nachrichten, Trends und Studien aus der Welt des digitalen Transports, darunter:
- die eCMR-Einführung in Europa und in den Staaten des e-CMR-Protokolls
- die eFTI-Verordnung und was sie für Frachtführer und Spediteure praktisch bedeutet
- Fallstudien zur Transportdigitalisierung und messbare Ergebnisse
- Technologien der digitalen Logistik — von elektronischen Signaturen und Siegeln bis zur KI-gestützten Dokumentenverarbeitung
- praktische Leitfäden für Unternehmen, die ihre ersten Schritte weg vom Papier gehen
Unsere Quellen sind jene, auf die wir uns selbst stützen: IRU, UNECE, die Generaldirektion Mobilität und Verkehr der Europäischen Kommission (DG MOVE) und die Open Logistics Foundation. Keine Floskeln, keine aufgewärmten Pressemitteilungen — nur Informationen, mit denen Sie arbeiten können.
Begleiten Sie uns auf dem Weg
Der Übergang von Papier zu digitalen Frachtdokumenten ist die größte Veränderung in der Verwaltung des Straßengüterverkehrs seit der Unterzeichnung des CMR-Übereinkommens im Jahr 1956. Er findet jetzt statt und wird das kommende Jahrzehnt der Logistik in Europa prägen.
Probieren Sie die Plattform mit Ihren eigenen Sendungen aus und schauen Sie jede Woche für einen neuen Beitrag vorbei. Wenn Sie sich ein Thema wünschen, schreiben Sie uns — dieser Blog ist ebenso für die Community wie von uns.
Willkommen an Bord.
Bewegen Sie Fracht, kein Papier.